Teneriffa 16.5. - 30.5.2015

Tenerife ist mit einer Fläche von 2034,38 Quadratkilometern die Grösste der Kanarischen Inseln und gehört zu Spanien. Die Insel ist etwa 80 Kilometer lang und bis zu 50 Kilometer breit. Die Hauptstadt ist Santa Cruz de Tenerife. In Teneriffa erhebt sich der Pico de Teide; der dritthöchste Inselvulkan der Erde. Er ist mit einer Höhe von 3718 m.ü.M. die höchste Erhebung auf der Kanarischen Insel Teneriffa und der höchste Berg auf spanischem Staatsgebiet.
Unterkunft: Über Plattform airbn Haus El Faro in San Juan de la Rambla im Nordwesen Teneriffas.


Samstag 16.5. Ein Haus am Meer

Nach einem vierstündigen Flug landen wir in Teneriffa Süd. Mit dem Mietauto fahren wir nach San Juan de la Rambla. Von hier gelangt man in wenigen Minuten zum kleinen Fischerdorf Las Aguas direkt am Meer. Das Auto müssen wir beim Meerwasserschwimmbad parkieren. Leider wurde die Anlage durch eine heftige Brandung stark beschädigt und ist nicht mehr in Betrieb. Wir schultern unser Gepäck und wandern auf dem Küstenwanderweg in ca. 10 Minuten zum wunderschön gelegenen Haus El Faro. Der Ausblick auf die Umgebung und das Meer ist atemberaubend.

Flug nach Teneriffa Süd
Küstenwanderweg zum Haus El Faro
Küstenwanderweg zum Haus El Faro
Blick nach San Juan de la Rambla
Blick nach San Juan de la Rambla
Blick nach San Juan de la Rambla
Haus El Faro
Haus El Faro

Sonntag, 17.5. Erste Eindrücke

Wir wandern auf dem Küstenwanderweg nach Las Aguas und weiter bis nach San Juan de la Rambla. Am Dorfende schlängelt sich ein schöner Pfad hinunter zu einem natürlichen Meerwasserschwimmbecken. Am Nachmittag fahren wir nach Icod de los Vinos. Hier steht der Drago milenario, ein ca. 400 bis 500 Jahre alter und 15 Meter hoher Drachenbaum. Im Hintergrund erhebt sich der Pico del Teide in den blauen Himmel.

Meerwasserschwimmbecken bei San Juan de la Rambla
Meerwasserschwimmbecken bei San Juan de la Rambla
Der Drachenbaum in Icod de los Vinos
Der Drachenbaum in Icod de los Vinos
Blick zum Teide
Blick zum Teide

Montag, 18.5. Garachico - Wanderung auf einem alten Camino

Wir fahren mit dem Auto nach Garachico. Sehr speziell sind die verschiedenen Meerwasserschwimmbecken direkt an der Küstenstrasse. Bei der Castillo San Miguel startet der alte Camino nach San Juan del Reparo. Die Aussicht auf die ehemalige Hafenstadt und das Meer ist wirklich schön.

Garachico

Dienstag, 19.5. Über und im Wolkenmeer

Mit dem Auto fahren wir nach Oratava und weiter nach Aguamansa. Beim Parkplatz La Caldera startet der Organos-Höhenweg. Ein wunderschöner, mit Nadelfilz gepolsteter Pfad führt uns in Serpentinen durch flechtenbehangene Kiefern. Die Ausblicke auf den Teide, das Oratava-Tal und das Wolkenmeer sind beeindruckend. Diese Wolkendecke bildet sich durch die feuchten Passatwinde, die sich an den Berghängen stauen. Leider ist der 2. Teil der Rundwanderung ab dem Portillo del Topo wegen eines Felssturzes gesperrt. Wir entscheiden uns daher für einen Abstecher zum Lomo de la Resbala. Auf dem Rückweg tauchen wir ein in die feuchten Luftmassen des Wolkenmeeres. Gerade rechtzeitig sind wir zurück in El Faro, um den 1. Sonnenuntergang zu geniessen.

Organos Höhenweg
Organos Höhenweg
Organos Höhenweg
Organos Höhenweg Blick zum Teide
Lomo de la Resbala
Lomo de la Resbala
Abenstimmung über San Juan de la Rambla

Mittwoch, 20.5. La Oratava

Heute besichtigen wir La Oratava. Die Stadt ist berühmt für ihre kunstvollen Holzbalkone, die viele Stadtpalais zieren. Auf unserem Rundgang im Nationalparkmuesum Teide, das Anfang 2015 eröffnet wurde, erfahren wir viel Wissenswertes.

La Oratava
Haus der Balkone in der Altstadt
Haus der Balkone in der Altstadt
Bird of Paradise
Bird of Paradise

Donnerstag, 21.5. Gipfelbesteigung im Teide-Nationalpark

Wir fahren nach La Oratava und von da weiter in den Teide-Nationalpark. Die gut ausgebaute Strasse führt hinauf in den grossen Kessel, den Circo de las Canadas, mit einem Durchmesser von 17 km. Darüber erhebt sich der imposante Schichtvulkan Teide. Beim Parkplatz Parador auf 2151 m startet die Wanderung auf den Guajara 2718 m. Auf dem Gipfel erwartet uns eine herrliche Rundsicht auf den Teide, den grossen Kessel und die Küste. Hinter dem Wolkenmeer erheben sich die Nachbarinseln Gran Canaria, El Hiero, La Gomera und La Palma. Beim Abstieg bewundern wir die Blütenpracht des bis zu 2 m hohen Roten Natternkopfes und des Teideginsters.

Der Guajara 2718 m
Der Guajara 2718 m
Teide Natternkopf
Teide Natternkopf
Auf dem Gipfel des Guajara
Auf dem Gipfel des Guajara
Der Teide
Wolkenmeer über dem Oratavatal
Wolkenmeer über dem Oratavatal

Freitag, 22.5. Gegensätze

Heute wollen wir an den schönsten Strand Teneriffas, die Playa de las Teresitas. Die Autobahn führt über San Cristobal de la Laguna nach Santa Cruz. Der künstlich angelegte und mit Palmen umsäumte Strand befindet sich in San Andrés. Die Begeistung hält sich allerdings in Grenzen, vielleicht liegt es am starken Wind und den Blick auf die zwei vor der Bucht liegenden Tankschiffe. Wir verlassen den Ort und fahren weiter über die Bergstrasse hoch ins Anagagebirge. Auf der Passhöhe und in Chamorga erwarten uns heftige Windböen, dichter Nebel und Temperaturen um die 13 Grad; aus der geplanten Wanderung wird leider nichts. Auf der Suche nach Sonne und Wärme fahren wir direkt über Candelaria nach Puertito de Güimar. Eine ca. dreistündige Küstenwanderung führt uns durch eine Lavalandschaft im Naturschutzgebiet Malpais de Gülmar.

Naturschutzgebiet Malpais de Gülmar
Naturschutzgebiet Malpais de Gülmar
Naturschutzgebiet Malpais de Gülmar
Naturschutzgebiet Malpais de Gülmar

Samstag, 23.5. Wer rastet, der rostet.

Auf der Terrasse faulenzen wir in den Liegestühlen und geniessen die Sonne und die Wärme. Am späten Nachmittag beschliessen wir uns spontan dem Küstenwanderweg, der hinter dem Haus verläuft, weiter zu folgen. Der Pfad führt über La Rambla und weiter zur Baranco de Ruiz. Von hier schlängelt sich ein schön angelegter Camino hinauf nach La Vera. Auf den Terrassenfeldern werden Kartoffeln und verschiedene Gemüse angebaut. Wir wandern einige Zeit auf der Strasse, die dann später in einen wenig begangenen, schönen Camino abzweigt, der uns wieder zurück nach San Juan de la Rambla führt.

Der Küstenwanderweg
La Rambla
San Juan de la Rambla

Sonntag, 24.5. Besuch auf dem Mond

Etwas oberhalb von Vilaflor, der höchsten Stadt Spaniens (1160 m), führt eine schlecht befahrbare Schotterpiste zum Einstieg eines Pfads zur Paisaje Lunar, der Mondlandschaft.

Paisaje Lunar
Paisaje Lunar

Montag, 25.5. El "must" de Canarias - Entscheide selbst!

Nur wenige Autominuten entfernt befindet sich der Loro Parque in Puerto de la Cruz. Der Park ist sehr schön angelegt und beherbergt viele exotische Pflanzen und Tiere. Der Katandra Treetop ist eine riesige Voliere. Treppen und Hängebrücken führen zu Plattformen in luftiger Höhe, damit man die Vögel aus nächster Nähe beobachten kann. Im Quallen-Aquarium „Aqua Viva“ ist es dunkel, so kommen die in verschiedenen Farben beleuchteten Aquarien der Quallen besser zur Geltung. Ziemlich aufregend ist es durch den Haitunnel im Aquarium zu spazieren, während die Haie über unseren Köpfen hinweg schwimmen.

Loro Parque in Puerto de la Cruz
Loro Parque in Puerto de la Cruz
Loro Parque in Puerto de la Cruz
Loro Parque in Puerto de la Cruz

Dienstag, 26.5. Hoch hinaus

Aus dem Roter Wanderführer erfahren wir, dass es eine Busverbindung gibt vom Parador zur Teide-Seilbahnstation (Busnr. 342). Die Haltestelle befindet sich schräg gegenüber der Kirche beim Schild der TITSA Buslinien. Der Bus fährt einmal pro Tag um 10.30 Uhr. (Bei der Seilbahn sind längere Wartezeiten zu beachten). Für die einfache Fahrt zahlen wir 13.50 Euro. Die Fahrt bringt uns bequem in 8 Minuten von 2356m zur Bergstation auf 3555m. Für die Besteigung des Pico del Teide 3718m, braucht es eine Bewilligung, die man mehrere Wochen vorher übers Internet buchen muss (nur 200 Personen pro Tag zugelassen). Alternativ könnte man eine Übernachtung im Refugio Altavista buchen und erhält damit gleichzeitig die Erlaubnis, am folgenden Tag bis 9 Uhr den Gipfel zu besteigen. Ein kurzer Abstecher bringt uns zum Mirador Fortaleza, hier geniessen wir den Blick zum Teide vor azurblauem Himmel, die herrliche Aussicht auf das Nebelmeer und das grossartige Panorama. Trotz kühlen 13 Grad treffen wir leichtbekleidete Leute bestückt mit offenen Sandalen oder Flipflops. Wir kehren zur Bergstation zurück und folgen dann dem Wanderweg Nr. 12 zum Mirador de Pico Viejo. Hier endet der Wanderweg und der Pfad Nr. 9 beginnt. (Achtung dieser Pfad ist am Mittwoch und Freitag wegen Jagd gesperrt.) Über Lavageröllfelder und Bimspfade erreichen wir den Pico Viejo 3135m, super Sicht in den 800m grossen Krater. Danach geht’s bergab durch Ginster und prächtige Margritenfelder zum Roques de Garcia und zurück zum Parador.

Mit der Seilbahn auf den Teide
Mit der Seilbahn auf den Teide
Wanderpfad zum Mirador Fortaleza
Wanderpfad zum Mirador Fortaleza
Auf dem Pfad Nr. 9 zum Pico Viejo
Auf dem Pfad Nr. 9 zum Pico Viejo
Auf dem Pfad Nr. 9 zum Pico Viejo
Auf dem Pfad Nr. 9 zum Pico Viejo
Der Krater des Pico Viejo
Der Krater des Pico Viejo
Roques de Garcia
Roques de Garcia

Mittwoch, 27.5. Schiff ahoi

Kapitän Fernando schippert uns mit seiner Tuno durch die Bucht von Los Gigantes, auf der Fahrt beobachten wir Delphine und bewundern die bis zu 500-600 Meter hohen vulkanischen Klippen. Für diese 1,5 h dauernde Privattour zahlen wir 20 Euro pro Person.

Die Klippen von Los Gigantes
Die Klippen von Los Gigantes
Delphine in der Bucht
Blick zur Masca Schlucht
Blick zur Masca Schlucht

Donnerstag, 28.5.

Wir joggen eine Runde entlang des Küstenwanderweges und nehmen ein erfrischendes Bad im Meeresschwimmbecken in San Juan de la Rambla.

Das Meerschwimmbecken in San Juan de la Rambla

Freitag, 29.5. Wolken im Norden - Sonne im Süden

In Araya startet die Rundwanderung SL TF 294. Der schöne Pfad führt um den Barranco Achacay und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf die steil aufragenden Cumbre oder hinab zur Küste. Beim Abstieg rasten wir auf einem Felssporn. Wenig später hören wir die Warnrufe eines Adlers und sehen ihn vor uns in der Luft kreisen. Dan nimmt ihn ins Visier seiner Kamera, zoomen nicht mehr nötig, denn der Adler fliegt geradewegs auf uns zu. Nur wenige Meter über unseren Köpfen dreht er kurz ab und segelt auf die andere Seite der Schlucht, setzt sich kurz auf die Spitze einer hohen Kiefer und fliegt dann wieder direkt auf uns zu. Dieses Spiel wiederholt er immer wieder und kommt uns dabei gefährlich nahe. Wir beschliessen daher den Abstieg fortzusetzen und den Adler nicht weiter zu stören. In Candelaria bewundern wir die schöne Kathedrale. Am Abend beschliessen wir unsere Ferien mit einer Meeresfrüchte-Reispfanne (sehr zu empfehlen) auf der Terrasse des Restaurants Las Aguas.

Der Barranco Achacay
Der Barranco Achacay
Der Barranco Achacay
Ein Adler über dem Barranco Achacay
Schöne Aussicht zur Küste und Candelaria
Schöne Aussicht zur Küste und Candelaria
Die Kathedrale in Candelaria
Die Kathedrale in Candelaria
Candelaria

Unser Fazit

Die klimatischen Gegensätze in Teneriffa sind sehr ausgeprägt. Die Leute sind sehr herzlich und gastfreundlich. 

Nach oben