USA 24.5. - 13.6.2013

Rundreise 3 Wochen im Südwesten der USA mit einem RV (recreational vehicle) Ford E-450. Total gefahrene Meilen: 2826 (4547 Kilometer).

Hinflug: Freitag, 24.05.2013 Zürich (13.05 Uhr) - San Francisco (16.15 Uhr)
Rückflug: Donnerstag, 13.06.2013 San Francisco (19.30 Uhr) - Zürich (Fr. 14.06.2013 16.30 Uhr)


Freitag, 24.5.

Nach angenehmem Flug bringt uns ein Shuttle zum Marriott Airport Hotel. Um dem Jetlag entgegen zu wirken, ist es wichtig, sich sofort dem Rhythmus der aktuellen Zeit anzupassen. Wir spazieren also noch der Bay entlang und "lüften" die Köpfe. In der Lobby wärmen wir uns mit einem Kafi - es ist hier auch nur 14 Grad und es weht ein unangenehmer Wind. Um ca. 22.00 Uhr sinken wir in das wunderbar weiche und bequeme Boxspringbett. Morgen übernehmen wir das RV und dann geht das Abenteuer los.


Samstag, 25.5.

Herrlich ausgeruht, Boxspringbett sei Dank, gönnen wir uns ein üppiges zMorge für 25 Dollar pro Person. Pünktlich um 7.30 Uhr holt uns ein Shuttlebus ab und bringt uns zur Vermieterstation der Moturis in San Leandro. Alles in den USA ist grösser, der Trailer auch! 10 Meter lang und jetzt der Hammer - per Knopfdruck lässt sich das Teil auch noch verbreitern. Dan manöveriert den Laster souverän durch Downtown San Francisco. Wenig später fahren wir über die 6-spurige Golden Gate Bridge. Auf der anderen Seite finden wir einem Parkplatz, der speziell für RV's gekennzeichnet ist. Wir flanieren über die imposante Brücke; tief unten in der Bay tummeln sich Robben und Delfine. Es ist schon Abend, als wir auf dem Hwy 99 South gegen Fresno fahren und dann über den Hwy 180 Ost bis nach Squaw Valley. Gegen eine sehr gute American Style Pizza dürfen wir auf dem Parkplatz des Pizza Bear übernachten.
Gefahrene Meilen: 275

RV (recreational vehicle)
Downtown San Francisco
Die Golden Gate Bridge
Die Golden Gate Bridge
Die San Francisco Bay
Die San Francisco Bay

Sonntag, 26.5.

Nach kurzer Fahrzeit erreichen wir den Kings Canyon NP. Beim Eingang kaufen wir gleich den Ganzjahres-Pass für 80 Dollar. Im Visitor Center erhalten wir von der sehr netten Rangerin Wandertipps und das entsprechende Kartenmaterial. Der Trail zum Mist Fall und dem Paradise Valley tönt vielversprechend. Also fahren wir die ca. 30 mi weiter hinunter zum Kings Canyon. Auf dem Camping Moraine können wir für unser RV einen Platz reservieren. Das System ist genial und einfach: Am Eingang nimmt man ein Kuvert, sucht sich einen freien Platz und befestigt den Talon am Pfosten. Auf dem Kuvert notiert man die Anzahl Tage, steckt den Betrag ins Kuvert und wirft es in die Box.
Eine ca. 10minütige Fahrt bringt uns mach Roads End auf 1535 m ü. M. Hier beginnt unsere 5,5h Wanderung auf dem Kanawyer Loop Trail entlang dem South Fork Kings River zum Mist Fall und Paradise Valley auf ca. 2000 m ü M. Die riesigen Cedern, Gigant Sequoias und Redwood Trees haben beeindruckende Ausmasse. Die Baumriesen im Sequoia NP sollen aber noch viel mächtiger sein. Wir sind gespannt!
Gefahrene Meilen: 72

Der Mist Fall
Der Mist Fall
Paradise Valley
Blick über das Paradise Valley

Montag, 27.5. (Memorial Day)

Nach einer frostigen Nacht fahren wir früh morgens zurück zum Kings Canyon Visitor Center. Der Market ist schon offen und wir stärken uns mit einem Café. Eine kurze Fahrt bringt uns zum Parkplatz und Start des General Grant Tree Trail. Hier stehen mächtige Sequoias und als Attraktion der drittgrösste Baum der Welt, der General Grant Tree. Seine Masse sind beeindruckend: Höhe 82 m, Ø12 m, 1320 m3 und einem stolzen Alter von 1700 Jahren.
Über den Generals Hwy fahrten wir weiter zum Sequoia NP, hier steht der grösste Baum, der General Sherman Tree: Höhe 84 m, Ø11 m, 1487m3 und einem Alter von 2200 Jahren. Auf dem Alta Trail wandern wir durch den Sequoia Forrest mit seinen gigantischen und einzigartigen Baumriesen bis zum Giant Forrest Museum. Der Gratis-Shuttlebus bringt uns zurück zum Parkplatz.
Die Passstrasse zur Ash Mountain Entrance ist kurvig und eigentlich für ein Fahrzeug dieser Länge nicht geeignet - doch kein Problem für Trucker-Driver-Dan. Auf dem Weg passieren wir die Four Guardsmen, eine Formation aus vier gigantischen Sequoias. In Three Rivers kaufen wir ein und übernachten auf dem Horse Creek Campground am idyllischen Lake Kaweah.
Gefahrene Meilen: 95

Der General Sherman Tree im Sequoia NP
Der General Sherman Tree
Four Guardsmen
Die Four Guardsmen

Dienstag, 28.5.

An der Dumpingstation des Campgrounds leeren wir das Abwasser und füllen den Frischwassertank. Back on the road again gehts auf der I-58 East Richtung Las Vegas. Wie aus dem Nichts verdunkelt sich der Himmel und Sekunden später fahren wir durch einen Sandsturm. Wenig später überholen uns innerhalb einer halben Stunde mehrere Policecars mit Blaulicht und Sirenengeheul. Kurze Zeit später stehen wir dann bei brütender Hitze 2h im Stau. Die 6-spurige Strasse wurde kurzerhand beidseitig gesperrt - Ursache bewaffneter Raubüberfall auf eine Tankstelle! Knapp eine halbe Stunde später erreichen wir Las Vegas ein und fahren direkt zum RV-Camping Oasis. Eine erfrischende Dusche, ein Panache und wir sind bereit die Stadt, die niemals schläft zu erkunden. Ein Taxi bringt uns direkt zum Stratosphere Tower, mit 350 Meter, der höchste Aussichtsturm in der USA. Der Blick von der Aussenplattform auf die City ist schlicht atemberaubend. Auf dem berühmten 7 km langen Strip stehen die Hotels mit Casinos dicht an dicht. Jedes lockt die Besucher mit Themenbereichen und verschiedenen Attraktionen an. Kurz vor 24 Uhr bestaunen wir vor dem Bellagio, bekannt aus dem Movie Ocean Eleven, das mit Musik untermalte Spiel der Wasserfontänen auf dem See.
 Gefahrene Meilen: 382

Der Stratosphere Tower, Las Vegas
Der Stratosphere Tower
Im Venetian Hotel, Las Vegas
Im Venetian Hotel

Mittwoch, 29.5.

Unser RV leckt! Wir sitzen in Las Vegas fest. Vor der Weiterfahrt in den Zion NP lassen wir den Schaden beheben. Take it easy and breezy bei 30 Grad! Nach 3 Stunden gehts dann endlich weiter auf der I-15 North zum Valley of Fire, dem ältesten State Park in Nevada. Im Visitor Center informieren wir uns über die Entstehung der Steinformationen und kaufen eine Karte. Vom P 3 wandern wir zur Wave, einer rot-weissen Sandsteinerhebung. Danach fahren wir zum Start des White Dome Trails, der uns durch ein kleines Canyon führt. Das Highlight ist der Hike auf den Silica Dome 751 m ü. M., von hier oben hat man eine unglaubliche Rundsicht auf den Fire Canyon und bis weit über die Grenzen des State Parks hinaus. Wir übernachten für 20 Dollar auf dem Campground Atlatl Rock mit eigener Felsformation. Die Felsen glühen im Abendrot und setzen die Felsen on fire!
Gefahrene Meilen: 76

Valley of Fire State Park, Wave
Die Wave
Valley of Fire State Park, Atltl Rock Campground
Der Atltl Rock Campground

Donnerstag, 30.5.

In der Nacht hat es nicht wirklich abgekühlt, trotzdem sind wir ausgeruht - vielleicht hat die Flasche Rosé auch dazu beigetragen! Um 7.30 Uhr sind wir bereits ready to go - ein kurzer Fotostopp beim Arch Rock, dann zwei Minitrails zum Petrified Log und Elephant Rock beenden unseren Aufenthalt. Ein Besuch im Valley of Fire können wir wärmstens empfehlen!
In Overton kaufen wir so richtig toll ein inkl. Firewood und Steaks. Auf der I-15 passieren wir in Mesquite von Nevada nach Arizona und wechseln von der Pacific in die Mountain Time Zone. In Hurricane, Utah, tanken wir nochmals voll (schon wieder!) Wie erwartet, sind die beiden Campgrounds im Zion NP voll. In Springdale nur eine Meile vom NP entfernt, finden wir Platz auf dem Zion Canyon Campground. Der Gratisshuttle bringt uns zum Visitor Center, auf 1200 Meter. Der ca. 2-stündige Watchman Trail beginnt gleich von da aus. Der Weg ist wunderschön angelegt und bringt uns in Serpentinen zum höchsten Punkt. Von da geniessen wir eine wunderschönen Blick auf den Watchman, die umliegenden Berge und in den Canyon. Auf dem Rückweg stolpere ich fast über eine kleine, farbig gestreifte Schlange. Als Dan sie (noch) näher betrachten will, greift sie an - mir bleibt vor Schreck die Luft weg. Morgen wollen wir wissen, ob das Schlängeli ein Giftiges ist - Dan hat natürlich ein Foto geschossen als Beweis.
Gefahrene Meilen: 143

Zyon NP, Watchman
Der Watchman
Zyon NP, Ground Snake
Eine Ground Snake

Freitag, 31.5.

Die spinnen die Schweizer - 6.5h Wanderzeit, Distanz 16 km und gut 800 Höhenmeter und das bei 35 Grad. Aber alles schön der Reihe nach. Das Shuttle bringt uns zum Parking "Weeping Rock". Hier beginnt der Hidden Canyon Trail - der Pfad ist in den Felsen gehauen und stellenweise mit Ketten gesichert - man sollte schon ein wenig trittsicher und schwindelfrei sein. Auf dem Rückweg nehmen wir dann den zweiten Trail zum Observation Point in Angriff. Der Pfad führt uns neben dem Echo Canyon in Serpentinen steil hinauf bis zur Ost Klippe und weiter zum höchsten Punkt auf ca. 2000 Meter. Die Aussicht auf den Canyon ist spektakulär. Die Felsen leuchten in allen möglichen rot Schattierungen. Zurück im Visitor Center erfahren wir, dass wir gestern eine Ground Snake gesehen haben, nicht giftig und eher selten, da sehr scheu. Am Abend sind wir schon ein wenig auf den "Felgen". Wir tanken mit Würstchen vom Grill und Baked Potatoes, dazu trinken wir ein feines Glaserl Wein.

Zyon NP, Hidden Canyon Trail
Der Hidden Canyon Trail
Zyon NP, Observation Point
Blick vom Observation Point

Samstag, 1.6.

Heute wollten wir es etwas geruhsamer angehen - schliesslich hat Dan Geburtstag; aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Der Ortsbus bringt uns zur Endstation, dort gönnen wir uns erstmal einen 16 OZ feinen Kaffee - Dan noch mit extra Flavour. Gestern auf dem Trail zum Observation Point, verlor Dan den Jahrespass für die NP's. Bein Eingang erhalten wir einen Tagesersatzpass mit dem Hinweis, dass wir im Lost and Found Office nachfragen können, ob evt. der Pass abgegeben wurde, ansonsten müssten wir für 80 Dollar einen Neuen kaufen. Unglaublich, aber wahr - jemand hat den Pass aufgelesen und tatsächlich im Visitor Center abgegeben - lucky Dan - Geburtstage bringen halt doch Glück!
Der Shuttle brimgt uns heute bis zum letzten Suttlebus Stopp "Temple of Sinawava". Hier startet der Riverside Walk entlang dem Virgin River. Nach ca. 20 Min. endet der gepfadete Weg und es beginnt die Schlucht "The Narrows", das definitive Ende des Zion Canyons. Wir wechseln die Wanderschuhe gegen wassertaugliches Schuhwerk. Dann beginnt die abenteuerliche Wanderung durch den Virgin River. Stundenlang waten wir durch den Fluss - knöcheltief bis hüfthoch, durch Sandbänke und Steine. Beidseits ragen die Felswände in die Höhe. Der Canyon verrengt sich, je weiter wir vordringen. Je nach Sonneneinstrahlung sind die Felswände unterschiedlich beleuchtet - die Eindrücke sind unglaublich. Nach 6h sind wir wieder zurück. Beim Court of the Patriarch raus aus dem Shuttle, um die 3 Berge Abraham, Isaac und Jacob zu fötelen; wieder rein in den nächsten Shuttle und raus beim Zion Human History Museum. Über den Pa'rus Trail wander wir zurück zum Visitor Center. Geburiessen: Steak vom Grill mit Müscheli-Teigwaren und Broccoli dazu - na was wohl - ein gutes Glaserl Wein. Morgen fahren wir weiter zum Bryce Canyon.

Zyon NP, Virgin River, The Narrows

Sonntag, 2.6.

Wir verlassen den Zion NP auf dem Mount Carmel Hwy durch den 2km langen Tunnel zum Osteingang des Parks. Der Tunnel ist aufgrund seiner niedrigen Höhe nur einspurig befahrbar - der Ranger ermahnt uns mit ernster Miene: "drive in the middle of the tunnel, only 25mph, don't wear sunglasses and don't stop in the tunnel!" Da wir alle Anweisungen brav befolgen, verlassen wir den Zion NP unbeschadet und fahren auf dem Hwy 89 North bis zum Beginn des Scenic Byway 12. Von weitem schon sehen wir die rot leuchtenden Felsen des Red Canyon. Einige Meilen später nehmen wir die Abzweigung zum Bryce Canyon. Am Eingang gibts Kartenmaterial, dann fahren wir direkt zum Sunset Campground. Hier finden wir für unser Gefährt den richtigen Platz - Nr. 217. Bezahlung per Kuvert, 15$ pro Nacht. Im General Store kaufen wir ein - Dan braucht wieder was zum Grillieren. Wir wollen natürlich schon heute einen Blick in den Canyon werfen. Die Stichstrasse geht noch 18 Meilen bis zum Ende, dem Rainbow Point. Von hier hat man eine fantastische Aussicht auf die Felsformationen und Hoodoos, den Steintürmchen. Gestern hat uns eine Rangerin erklärt, dass sehr selten der California Condor in diesem Gebiet zu sehen ist. Nun ja, wer sitzt auf einem Felsen nicht weit vom Overlook; der Condor. Er posiert von vorne, von hinten, breitet seine enormen Schwingen aus und putzt sich die Federn. Wir warten, dann endlich breitet er die Flügel aus und gleitet majestätisch durch den Canyon - was für ein Naturschauspiel vor dieser Kulisse! Der Bristlecone Loop startet direkt hinter dem Parkplatz und schlängelt sich durch ein Waldstück mit Tannen und Fichten. Auf dem Weg geniessen wir immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die 400 Meter tief liegende Schlucht. Auf der Rückfahrt stoppen wir bei verschiedenen Overlooks und bewaffnen uns mit Kameras und halten die Ausblicke fest.
Gefahrene Meilen: 127

Bryce Canyon, Amphitheater
Das Amphitheater
California Condor
Ein California Condor

Montag, 3.6.

Heute wollen wir in den Canyon hinabsteigen. Vom Campground geht der Trail direkt zum Sunset Point und auf dem Rim Trail weiter zum Sunrise Point. Hier starten wir den "The Figure 8" Hike; dieser verbindet die Trails Queens Garden, Peekaboo und Navajo zu einer 4-5-stündigen Wanderung durch die Traumlandschaft des Bryce Canyon. Die einzigartige Felslandschaft leuchtet in verschiedenen rot, rosa, orange und braun Tönungen. Die markanten Steintürmchen, die Hoodoos, wurden mit der Zeit durch Erosion aus den eisen- und kalkhaltigen Sedimenten herausgewaschen. Einige haben Namen, "Queen Victoria, Thors Hammer oder Amphitheater" - der Fantasie des Betrachters sind keine Grenzen gesetzt. Bei unserem Aufstieg durch die Schlucht "Wall Street" begegnen uns auch Leute mit Slippers und ohne Wasser. Gutes Schuhwerk und bei hohen Temperaturen viel Flüssigkeit sind einfach ein absolutes Muss; der Trinkbeutel mit Schlauch hat sich bestens bewährt. Auf dem Rim Trail wandern wir noch bis zum Inspiration Point auf 2469 Meter. Von hier hat man den absolut spektakulärsten Blick auf den Canyon - ausgerechnet jetzt verschwindet die Sonne hinter einer dicken Wolke. So ein Pech - wir versuchens morgen nochmals. Der Gratisshuttle bringt uns zurück zum Campground. Dan wirft wieder ein Steak auf den Grill, dazu gibts Reis und Gemüse und dazu nein, kein Glaserl Wein, sondern ein Panache. Gerade als wir beim Essen sind, spaziert ruhig ein Mule deer vorbei, das ist eben Natur pur!

Bryce Canyon "The Figure 8" Hike
"The Figure 8" Hike
Bryce Canyon, Thors Hammer
Thors Hammer

Dienstag, 4.6.

Am Morgen ist kein Wölkchen am Himmel - schnell die Schuhe geschnürt, den Rucksack gepackt und los zum Busstopp. Die Fahrt geht ca. 5 Min. bis zum Bryce Point auf 2539m. Der Blick von hier auf den Canyon im Morgenlicht ist unbeschreiblich. Wir wandern die 2,5 km auf dem Rim Trail bis zum Inspiration Point und knipsen uns auch hier die Finger wund. Mit dem Shuttle fahren wir bis zum General Store - hier beginnt der 12,9km lange und nicht so begangene Fairyland Loop Trail. Dieser Hike toppt alles, was wir bisher erlebt haben. Ein wunderbar angelegter Pfad führt durch eine Märchenlandschaft aus Felsformationen mit herrlichen Farbspielen. Die 4-5stündige Wanderung mit ca. 550 Höhenmetern ist anstrengend, aber unbedingt empfehlenswert! Abends wirft Dan das letzte Steak auf den Grill "Beilagen" wie gehabt! Morgen verlassen wir diesen einmalig schönen Ort - by by Bryce Canyon hope to see you soon again!

Bryce Canyon, Bryce Point
Blick vom Bryce Point
Bryce Canyon, Fairyland Loop Trail
Fairyland Loop Trail

Mittwoch, 5.6.

Um 7.30 Uhr fahren wir bereits los; ein kurzer Kafistopp im Ruby's Inn bringt uns wieder auf Touren. Auf dem Scenic Byway 12 gehts Richtung Osten durch das Grand Staircase Escalante Monument. Die Szenerie entlang der Strecke wechselt alle paar Meilen; weite Ebenen, Schluchten, Klippen und das alles in verschiedenen Farben. Im Escalante State Park CG machen wir Halt, Hier beginnnt ein sehr interessanter und empfehlenswerter 1,6km langer Hike, der Petrified Forest Trail. Überall liegen grössere und kleinere mineralisierte, versteinerte Bäume, die vor über 150 Mio, Jahren hier wuchsen und bis 60Meter hoch waren. Auf dem Rückweg stolpere ich wieder fast über - nein nicht ein Schlängeli, sondern über eine 1,20 Meter lange Copper Schlange, Ranger Allen's Kommentar, als er das Foto sieht: "you are really lucky guys to see such a big one" - finden wir auch. Ich bin immer froh, um meine Wanderschuhe - wenn ich da an die Leute denke, die uns mit offenen Sandalen begegnen!
Bevor man über die "Million Dollar Road to Boulder" hinunterfährt, unbedingt einen Halt machen, um diesen herrlichen Blick in die weite Landschaft zu genissen. Auch empfehlenswert ein Kaffestopp im KIVA Kofeehouse - ein absluter Geheimtipp (offen Mi.-So.) Ein Highlight ist sicher die Fahrt über die Boulder Mountains. Die Strasse führt durch eine grüne alpine Bergwelt mit Birken, Espen und anderen Nadelhölzern bis auf 2900 Meter. In Torrey kaufen wir ein , was "Mann" so braucht, dann fahren wir in den Capitol Reef NP direkt zum Fruita Campground, dem einzigen Camping im Park. Wichtig, beim Prinzip first in, first served, unbedingt früh genug einckecken, ab 16.00 Uhr steht man evtl. bereits vor dem Schild "Campground Full"! Im Visitor Center empfiehlt uns die Rangerin einen ca. 2.stündigen Trail, den wir jetzt kurz vor 18.00 Uhr noch in Angriff nehmen. Der Cohab Canyon Trail beginnt direkt beim Campground und geht zunächst steil hinauf und dann weiter durch eine kleine Schlucht. Der Loop bringt uns hinab zum Hwy 24. Direkt neben der Strasse ist eine kleine Parkbucht, von da geht ein Holzsteg zur Canyonwand. Hier kann man Piktographen (Felsmalereien) und Petroglyphen (Ritzzeichnungen) der Freemont-Indianer sehen, die vor ca. 1250 n.Chr. verschwanden. Der Weg führt kurz dem Freemont River entlang. Ein paar friedlich grasende Mule deers lassen sich von uns nicht stören. Um 22.00 Uhr stellt ein sehr engagierter Ranger mit grossem Wissen über die Astrologie sein Teleskop auf und wir können durch die Linse den Saturn mit seinen Ringen sehen. Ein Highlight ist auch die Sichtung der ISS Raumstation.
Leider kann die Hickman Bridge nicht besichtigt werden; Ende März 2013 verschütteten Felsmassen den Zugang. Das ist halt Natur - morgen fahren wir weiter zum Arches NP.
Gefahrene Meilen: 142

Escalante State Park, Petrified Wood
Petrified Wood
Copper Schlange
Eine Copper Schlange
Million Dollar Road to Boulder
Capitol Reef NP, Visitor Center
Das Visitor Center im Captiol Reef NP

Donnerstag, 6.6.

Frühmorgens fahren wir auf dem Hwy 24 North weiter bis zur I-70 East nehmen den Exit 182 und den Hwy 191 South bis zum Arches NP. Beim Eingang erfahren wir, dass leider beide Campgrounds voll bzw. ausgebucht sind bis Ende August. Trotzdem fahren wir die ca. 21 km in den Park hinein, bis zur Wolfe Ranch. Hier beginnt der Trail zum Delicate Arch, einem imposanten, 14m hohen, freistehenden Natursteinbogen. Danach fahren wir zur Windows Section, von wo wir eine Rundwanderung starten zur Turret Arch und den beiden Windows. Es ist unglaublich heiss und ich bin leicht gestresst- doch Dan will unbedingt noch den Double Arch knipsen. Nachdem diese Bildli auch im "Kasten" sind, fahren wir zurück nach Moab. Hier übernachten wir auf dem Campground Riverside Oasis. Leider ist nichts mit grillieren, da nur erlaubt mit Kohle. Dafür haben wir free WiFi; schnell ein paar Grüssli schreiben an die Lieben daheim und dann etwas kochen. Morgen fahren wir nochmals in den Park bis zum Ende der Stichstrasse Devils Garden Trailhead.
Gefahrene Meilen: 40

Arches NP, Park Avenue Viewpoint
Park Avenue Viewpoint
Arches NP, Delicate Arche
Delicate Arche

Freitag, 7.6.

Eigentlich sind wir recht früh dran, doch der Parkplatz beim Devils Garden ist bereits voll. Ströme von Besuchern sind auf dem Weg zu den näher gelegenen Sehenswürdigkeiten. Auch wir schleusen uns erstmal in den Strom ein. Nach der Landscape Arch beginnt der strengere Teil; er wird als Primitive Trail bezeichnet, weil er nur mit Steinmännchen, sogenannten Rock cairns markiert ist und einige Kletterpassagen und Höhenmeter zu überwinden sind. Auf dem total 11,6km langen Loop können insgesamt 8 Brücken bestaunt werden. Ein kurzer Abstecher geht zum Dark Angel; dieser einsame Felsen markiert zugleich den hintersten Teil des Trails. Der Pfad führt uns weiter über massige Felsen und durch hoch aufragende Felsformationen. Nach ca. 4 h sind wir zurück, mit leeren Depots (Wasser und Energie).
Wichtig: Unbedingt einen Besuch im Visitor Center einplanen, um sich über die Entstehung zu informieren! Auch wenn es anstrengend ist, den Trail zum Delicate Arch einplanen - es lohnt sich! Ein Muss: genügend Flüssigkeit, gute Schuhe, Hut und Sonnenbrille.
In Moab kaufen wir kurz ein und fahren dann auf dem Hwy 191 South und dem Hwy 163 West. Kurz vor Mexican Hat führt eine Stichstrasse in westlicher Richtung zum Goosenecks State Park. Der Platz ist unglaublich gelegen, auf einer Mesa mit überwältigendem Rundblick. Vor uns liegen die Goosnecks, schwanenhalsförmige Canyons, die der San Juan River ins Gestein gefressen hat. Am Horizont sieht man schon die Felsen des Monument Valleys. Dan entfacht ein Feuer und es gibt noch das feinste Filet Mignon, das ich je gegessen habe!
Gefahrene Meilen: 148

Arches NP, Devils Garden
Devils Garden
Der Mexican Hat
Der Mexican Hat
Goosnecks State Park
Goosnecks State Park

Samstag, 8.6.

Der Sonnenaufgang ist fantastisch; noch ein paar Föteli und dann gehts weiter zum Monument Valley in Arizona, Eine Stichstrasse führt vom Hwy 163 South zum Eingang - wir bezahlen die 5$ pro Person - und weiter zum Visitor Center und Hotel. Es gibt keine Trails ins Tal, dafür Jeeptouren; geführte oder nicht geführte oder Pferderitte. Im Visitor Center gibt Infos zu den Navajos und die Möglichkeit Crafts zu kaufen. Dan kauft sich einen echten Stetson à la John Wayne. Ich muss energisch intervenieren, als er sich auch noch eine Navajo Flöte kaufen will, um mich damit in den Schlaf zu spielen....Irgendwie fühlt man sich nicht so willkommen, die Navajos wollen zwar Besucher, bzw. ihr Geld, aber das Ganze scheint ihnen nicht so zu behagen: das ist jedenfalls unser Eindruck. Die Fahrt geht weiter auf der 163 South, dann 160 West und wechselt dann auf die 98 North. Kurz nach dem Kraftwerk mit seinen 3 hohen Kaminen, führen Stichstrassen vom Hwy weg; rechts zum Lower Antelope Canyon und links zum Upper Antelope Canyon. Wir entscheiden uns für den Lower, auch Slot Canyon genannt, da der Weg in den Canyon durch einen Schlitz führt. Der Preis pro Person inkl. Permit beträgt 26$. Zuammen mit dem Führer und weiteren 18 Personen steigen wir durch den Slot. Unten erwartet uns eine Traumwelt aus sanft fliessenden, weich geschliffenen Sandsteinskulpuren, die je nach Lichteinfall in unterschiedlichen Rotschattierungen erstrahlen. Nach 2h kehren wir über eine lange Leiter zur Oberfläche zurück. Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir Page und hier müssen wir erfahren, dass wir unser geplantes Reiseziel, Lees Ferry nicht anfahren können, da der Hwy 89 South unterbrochen ist, wegen einem "road collapse". Aber wir sind ja flexibel! Am Lake Powell, der vom Glen Canyon Dam gestaut wird, gibt es einen Campground. Der Platz ist eigentlich schön angelegt, bietet aber praktisch keine Schattenplätze und ist teuer. Es ist über 40Grad und der Wind unangenehm heiss. Schnell ziehen wir unsere "Badgwändli" an und erfrischen uns im 21 Grad kühlen Lake Powell - wau tut das gut! Danach fahren wir über die 98 South zurück bis zur JCT 160 nehmen den Hwy160 West bis zur JCT 89 weiter über den Hwy 89 South. Kurz nach Cameron nehmen wir die Abzweigung 64 Richtung Grand Canyon South Rim. Um ca. 21.30 Uhr passieren wir den Eingang der East Entrance. Auf dem Parkplatz gleich beim Vistor Center Desert View übernachten wir (Anmerkung: Übernachten auf den Parking ist nicht erlaubt und wird bestraft; darum besser planen als wir!)
Gefahrene Meilen: 298

Monument Valley
Monument Valley
Einstieg in den Lower Antelope Canyon
Einstieg in den Lower Antelope Canyon
Im Lower Antelope Canyon
Im Lower Antelope Canyon

Sonntag, 9.6.

Um 6.00 Uhr stehen wir beim Watchtower und bewundern den ersten Blick in den Crand Caynon im Morgenlicht. Danach fahren wir gleich zum Campground und reservieren uns den Platz 17 für eine Nacht. Die Registrierung macht man an einem Automaten - die sprachliche Übersetzung ist amüsant "bitte treten Sie zur Seite, das Ticket wird ausgedruckt". Leider ist es so, dass der Hauptbereich mit den Trails und dem Gratisshuttle Service im 25 Meilen entfernten Grand Canyon Village ist, also bei der South Entrance. Hier gibt es aber nur einen Campground mit Reservation und einen Trailer Park, der aber recht teuer ist (35$/Nacht). Desert View ist kleiner, dafür überschaubarer und die Leute sind freundlich und hilfsbereit. Wir fahren daher nach Grand Canyon Village und informieren uns im Visitor Center über die Angebote. Wegen der grossen Hitze im Canyon werden wir den South Kaibab Trailhead erst morgen früh hiken. Deshalb starten wir gleich beim Visitor Center den Rim Trail. Die Aussicht in den Canyon ist unglaublich. Tief unten frisst sich der Colorado River seinen Weg durch den Canyon. Vom Yavapai Point bis zum Verkamp's Visitor Center veranschaulicht der Trail of Time die Entstehung mit den verschiedenen Gesteinsschichten anhand von Infotafeln und Exponaten; das Ganze ist interessant und gut erklärt. Man hat immer wieder die Möglichkeit bei einem Shuttlestopp den Trail zu beenden oder Abschnitte zu überspringen; die Busse fahren im 10 Minuten Takt. Einen sehr schönen Ausblick hat man vom Hopi Point. Nach ca. 4h haben wir aber genug und fahren mit dem Shuttle zurück. Im Visitor Center schauen wir uns noch einen 20minütigen Film über den Grand Canyon an. Der krönende Abschluss ist ein wunderschöner Sonnenuntergang über dem imposanten Canyon. Dann endlich kann Dan ein Feuer machen und ein gutes Stücklein Fleisch grillieren.
Gefahrene Meilen: 50

Grand Canyon, South Rim, Trail of Time, Blick zur North Rim
Blick zur North Rim
Grand Canyon, Desert View, Abendstimmung
Desert View, Abendstimmung

Montag, 10.6.

Um 7.30 Uhr steigen wir in das Shuttle zum South Kaibab Trailhead. Der wunderschön angelegte Pfad startet auf 2195 Meter und führt uns hinab in den Canyon. Unterwegs passieren wir die verschiedenen Gesteinsschichten, bis hinab zur Tonto Group auf 1180 Meter. Auf unserem Weg dringen wir 1000 Meter in den Canyon vor und durch 525 Millionen Jahre Erdgeschichte. Auf dem Grund des Canyons findet man Felsen, die fast 2 Billionen Jahre alt sind. Immer wieder kreuzen wir den Weg mit Muli-Karawanen. Die Tiere werden auch eingesetzt, um Material zur Ausbesserung des Trails zu transportieren Von der Tonto Group aus, sehen wir ca. 400 Meter weiter unten der smaragdgrün schillernden Colorado River. Die Temperaturen im Canyon erreichen über 45 Grad und der Aufstieg ist steil und lang, schliesslich müssen die 1000 Höhenmeter wieder überwunden werden. Dan und ich sind geübte Wanderer, aber mit diesem Aufstieg und unter diesen Bedingungen, stossen wir an unsere Grenzen. Um diesen Trail noch geniessen zu können, braucht man eine gute Kondition und sollte "hitzeresistent" sein. Viel. viel Wasser (mind. 3 Liter/Person), Bergschuhe, Hut und Sonnenbrille sind ein Muss! Auf dem Hwy 64 South verlassen wir den Grand Canyon NP bis zur JCT I-40 West. Die I-40 ist keine empfehlenswerte Route, die Strasse ist in einem miserablen Zustand. RV und "Inhalt" werden bös durchgerüttelt. Alternativ kann man der Route 66 folgen. Wir nehmen den Exit 48 und folgen dem Hwy 93 North bis zum Hoover Dam. Wir erreichen die Lake Mead Nat'l Recreation Area um ca. 21.30 Uhr und übernachten auf dem Las Vegas Bay Campground Site 50 für 10$. (Kuvert-System.). Aus der Bordküche gibt es noch Teigwaren mit Wienerli.
Gefahrene Meilen: 286

Grand Canyon Agave und "kleiner" Dan
Riesige Agave und "kleiner" Dan
Mulikarawane
South Kaibab Trailhead, Blick auf den Colorado River
South Kaibab Trailhead, Blick auf den Colorado River
Panorama vom Point Tonto Group, 1000 m tief im Grand Canyon
Panorama vom Point Tonto Group, 1000 m tief im Grand Canyon

Dienstag, 11.6.

Obwohl es heiss war in der Nacht, haben wir geschlafen wie die Murmeltiere. Ein bisschen die steifen Glieder dehnen und strecken und man fühlt sich wieder fit. Auf der NV-166 fahren wir zur Boulder Beach, um im Lake Mead ein erfrischendes Bad zu nehmen. Eine breite Strasse führt hinab bis kurz vor das Ufer. Dan parkiert am Strassenrand. Als wir aussteigen, nähert sich ein Auto, hält neben uns an und ein ernst blickender Officer steigt aus. Er meint: You can not parc here, you block the traffic. Wir schauen uns an und um, welchen Verkehr sollen wir blockieren? Es ist kein Mensch weit und breit zu sehen. Das ist halt das Gesetz und auch wir müssen uns daran halten, auch wenn es manchmal absurd scheint. Das RV ist schnell umparkiert und dann hüpfen wir ins Wasser. Danach fahren wir zum Hoover Dam. Bevor man den Staudamm überqueren kann, passiert man eine Sicherheitskontrolle. Der Polizist der Hoover Dam Police inspiziert das RV Aussen und Innen. Er erzählt uns kurz, dass er schon in der Schweiz war, in Zürich und Bern "I saw the bears and i liked it very much". Rund um den Damm gibt es riesige Parkflächen, ein Visitor Center, und Stores mit Verpflegung, um die Millionen von Besuchern "durchzuschleusen". Es werden verschiedene Touren angeboten und wer will, kann sogar einen Helikopterflug machen. Für 8$ pro Person entscheiden wir uns zur Besichtigung der Ausstellung im Visitor Center. Diese ist ansprechend gestaltet, informativ und sehr interessant. Oben auf der Plattform hat man einen wunderschönen Blick auf den Hoover Dam, den Hoover Dam Bypass und den Lake Mead. Das Ticket berechtigt zum Besuch des alten Visitor Centers. Dort steht ein riesiges Relieve. Es zeigt, wo der Colorado River gestaut ist, um Millionen von Menschen und die Umgebung mit Wasser und Strom zu versorgen. In der 10minütigen Vorführung glorifiziert ein Sprecher anhand des Relievs die Bauwerke und deren Auswirkungen. Vor dem Platz weht eine riesige Flagge, eingerahmt von zwei mächtigen, eisernen Engelskulpturen. Ehrfürchtig stehen die Besucher davor und knipsen Fotos, was das Zeugs hält - wir natürlich auch. Heute wollen wir nochmals so richtig grillieren; schliesslich muss das Feuerholz noch aufgebraucht werden. In Boulder kaufen wir ein; Dan ein riesiges Steak und für mich ein Filet Mignon. Auf der I-15 South verlassen wir Las Vegas Richtung Bakersfield. Beim Exit 121 verlassen wir die I-15 und hoffen im Kern River State Park einen Campground zun finden. Das ist leider nicht so, darum grillieren wir gleich hier. Es ist spät und wir sind froh, in Bakersfield einen Overnight-Platz (29$) zu finden. Der Rosedale Village RV liegt zwar direkt neben einer Strasse; dafür sind die Duschen ok.
Gefahrene Meilen: 345

Hoover Dam
Der Hoover Dam

Mittwoch, 12.6.

Nach einer erfrischenden Dusche nehmen wir die letzten 260 Meilen bis San Francisco in Angriff. Ein feines Morgenkafi lassen wir uns in einem Drive-Thru Starbucks in unsere Mugs füllen. Nur wenig später wechseln wir auf die I-5 und rauschen gen North. Beidseits der Interstate liegen riesige Plantagen, mit Obst, Gemüse und Reben. Dazwischen Meilen mit karger Steppe; hier weiden riesige Rinder- oder Schafherden. Das Wasser liefert der All-American Canal, der durch das Gebiet geht. Kurz nach Mittag überqueren wir die San Mateo Bridge auf dem Hwy 92 West und fahren weiter bis zur Half Moon Bay. Auf dem Pelicanpoint RV Park finden wir einen schönen Platz (Full Hookups inkl. Wi Fi 59$!) Nach der langen Fahrt wollen wir uns ein bisschen bewegen. Wir joggen dem Coastal Trail entlang, die Wellen des Pazifik brechen an die Küste, die Meerbrise weht uns ins Gesicht. Es ist fantastisch! Mit einem herrlichen Sonnenuntergang beenden wir unsere USA Ferien. Morgen fliegen wir zurück in die Schweiz.
Gefahrene Meilen: 305

Sonnenuntergang an der Half Moon Bay
Sonnenuntergang an der Half Moon Bay

Donnerstag, 13.6.

Nach einer angenehm kühlen Nacht packen wir unsere Sachen und fahren zurück zur Vermieterstation in San Leandro. Eigentlich haben wir unser Meilenpaket um 1200 Meilen überschritten. Da wir aber verschiedene Sachen bemängeln, bezahlen wir nur die Hälfte der Zusatzmeilen und die Taxikosten von 70$ übernehmen sie auch noch. Da wir noch nicht einchecken können, geben wir das Gepäck in der Package Storage der Travel Agency ab für 50$. Der Bart Zug fährt direkt vom Airport nach Downtown (Round-Trip Ticket bis Embarcadero). Wir haben 4 Stunden Zeit, was empfehlen Sie uns? Die Dame im Visitor Center ist nur kurz perplex, dann zückt Sie den Stadtplan und empfiehlt uns einen Spaziergang durch Chinatown bis Fisherman's Warf und mit dem Bus zurück zur U-Bahn-Station. Die Zeit hätte wohl gut gereicht, wenn wir nicht anstatt mit dem Bus zu Fuss zur U-Bahn-Station gelaufen wären. So sind wir relativ knapp wieder am Flughafen zurück und checken als die letzten Passagiere für den Flug nach Zürich ein. Es ist einfach besser, wenn man genug Zeit berechnet, man weiss ja nie, ob man bei der Gepäckkontrolle nicht noch mit einem Sackmesser im Handgepäck erwischt wird - gell Dan! Gefahrene Meilen: 42

Downtown San Francisco
Downtown San Francisco
"Trämli" mit Zürich Werbung
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Rückflug mit Swiss über die Half Moon Bay
Rückflug mit Swiss über die Half Moon Bay

Unser Fazit

Das Land und die Leute haben uns begeistert. In den Visitor Center der Nationalparks erhält man Informationsmaterial und hilfsbereite Ranger beantworten geduldig Fragen oder geben auch Empfehlungen ab. Sehr spannend und unbedingt empfehlenswert sind die Ausstellungen. Man erfährt viel über die Entstehung (Geologie) und die Pflanzen- und Tierwelt. Die Attraktionen können auch ohne mehrstündige Wanderungen bequem im eigenen Fahrzeug oder mit den Gratisshuttle besichtigt werden. Sie müssen damit rechnen, dass Sie nicht das gemietete RV bekommen. Eben Moturis ist bekannt, dass sie zu wenig kleine Fahrzeuge in ihrer Flotte haben und den Kunden gerne mit einem Upgrade "überraschen". Was für uns ärgerlich ist, (höhere Benzinkosten, schwierigeres Manövrieren, eingeschränktes Camping) stösst bei den Vermietern eher auf Unverständnis - ein grösseres Fahrzeug mit mehr Luxus und das zum gleichen Preis, wo liegt das Problem! Nun ja, auch wir haben uns nach dem ersten Entsetzen schnell an den Luxus gewöhnt und über die wenigen Nachteile hinweg gesehen. Der Anbieter Cruise America z.b. bietet kleinere Fahrzeuge auch mit Slide-Out an. Wir werden diesen Kritieren bei weiteren Reisen mit einem RV mehr Beachtung schenken. Sind Sie Kaffeeliebhaber, dann kommen Sie voll auf Ihre Kosten. In jedem Laden, an jeder Tankstelle gibt es eine "Kaffetheke". Die Auswahl ist nicht immer gleich gross, aber der Kaffee ist durchwegs gut bis sehr gut und kostet wenig bis nichts - ausser im Starbucks! Auch der Amerikaner ist umweltbewusster und honoriert den Kunden mit einem günstigeren Preis, wenn man den eigenen Becher füllt; jedes Visitor Center verkauft Becher mit dem Nationalpark-Sujet.

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